Der Durchlässigkeitsbeiwert kf  (mit der Einheit m/s) ist nach dem Fließgesetz von Darcy definiert als der Quotient aus der Filtergeschwindigkeit v (in m/s) und dem hydraulischen Gefälle i

Dabei beschreibt v das Verhältnis des Durchflusses Q (in m³/s) zur zugehörigen, senkrecht durchströmten Querschnittsfläche A (in m²):

Das hydraulische Gefälle wird als Quotient aus dem hydraulischem Höhenunterschied h (in m) und der durchströmten Länge l (in m) des Probekörpers ermittelt.

Nach der DIN 18130-1 werden folgende Durchlässigkeitsbereiche unterschieden:

k in m/s Bereich
unter 10-8sehr schwach durchlässig
10-8 bis 10-6schwach durchlässig
10-6 bis 10-4durchlässig
10-4 bis 10-2stark durchlässig
über 10-2sehr stark durchlässig


Übliche Verfahren zur Ermittlung des kf-Wertes sind Pumpversuche, Versickerungsversuche, labortechnische Ermittlung an ungestörten Bodenproben oder durch eine Ableitung aus der Korngrößenverteilung.

Die untere Tabelle zeigt Orientierungswerte für Durchlässigkeitsbeiwerte unterschiedlicher Bodenarten nach [2].

Bodenart k in m/s
Grobkies5⋅10-1 bis 5⋅10-3
Fein-/Mittelkies2⋅10-2 bis 5⋅10-4
Sandiger Kies2⋅10-2 bis 3⋅10-4
Grobsand5⋅10-3 bis 2⋅10-4
Mittelsand2⋅10-3 bis 5⋅10-5
Feinsand5⋅10-4 bis 5⋅10-6
Schluffiger Sand, sandiger Schluff5⋅10-5 bis 5⋅10-8
Schluff5⋅10-5 bis 1⋅10-9
Toniger Schluff5⋅10-6 bis 1⋅10-10
Schluffiger Ton, Ton1⋅10-8 bis 1⋅10-11

Referenzen

  • DIN 18130-1:1998-05, Baugrund, Untersuchung von Bodenproben; Bestimmung des Wassdurchlässigkeitsbeiwerts - Teil 1: Laborversuche
  • DWA-A 138: Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser. Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. , Hennef 2005.